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Speaker BMX Conference (2024)

Auf der diesjährigen BMX, der größten deutschen Expo für Piercing und Bodymodification bin ich als Speaker eingeladen.

 

⋅ Einführung ins Benchmarking

⋅ Beraten statt verkaufen



nakedsteel gmbh (2024)

Ein etabliertes Piercingsstudio in Berlin. Ohnehin schon äußerst professionell aufgestellt, Achtsam und Umsatzstark. Als frisches Augenpaar durfte ich hier eine Liste meiner Beobachtungen und Innovationsideen erstellen. Ich freue mich schon auf die gemeinsame Umsetzung mit diesem genialen Team und der wunderbaren Leitung von Tanja Podjaski.



Strategie inju gmbh (2023)

Nahrungsergänzung auf ganz hohem Niveau. Beste Inhaltsstoffe, höchste Bioverfügbarkeit. Das verspricht Bionade Gründer Peter Kowalsky mit seiner Marke INJU. Unter anderem für Beratung, Strategie, Designentwicklung und Growth Management war ich in 2023 mitverantwortlich. 



salon (2022)

Ein kleiner Salon für 1-2 Personen. Starke Farben und starke Details. Trotzdem viel Ruhe im Design. Darin bestand die Aufgabe für diesen Salon. Etwa 55qm mit offener Arbeitsküche, ein Rückwärtswaschbecken, zwei Bedienplätze und ein großzügiger Empfangsbereich. Farben angelegt an die italienische Rennradkultur der 70er Jahre rund um Bianchi. Stühle vom Japaner Takara Belmont, Beistelltische und Verkaufsregal von Nisse Strinning (Na gut, das Verkaufsregal ist nicht Original, trotzdem gut), Tresen Eigenbau. Saloninhaberin ist Wakako Asano.



Stadtmission (2018-2022)

Das Land in dem ich geboren wurde, die Zeit in der ich geboren wurde, all meine Möglichkeiten. Nichts verdient, alles geschenkt. Um auch etwas von diesem Segen zurückzugeben, habe ich zwischen 2018 und 2022 regelmäßig in der Kältenotübernachtung der Berliner Stadtmission gearbeitet. Wusstest du, dass nur für etwa 50% der Mitarbeitenden überhaupt ein Budget existiert? Orte wie dieser sind auf Helferinnen und Helfer angewiesen. An meinem ersten Abend bin ich dort gewesen, weil ich dachte, die Menschen dort brauchen mich. Als ich ging hatte ich gelernt, es ist andersrum. Wenn ich vorher dachte, ich hätte Probleme, dann habe ich hier gelernt: Ich habe kleine Probleme, für die ich Dankbar sein kann. Das schreibe ich hier übrigens nicht für Lob und Anerkennung. Das ist eine Aufforderung.

Tu Gutes und sprich darüber!



Brand building (2020)

Handgesiedete Seifen, so Öko wie es geht.

Die Frage für „Neo Sumer“ lautete:

Wie ökologisch bekommt man die Reinigung von Körper und Gesicht hin? Am liebsten auch von Haaren?

Die Antwort bestand aus verschiedenen Seifen, kein Inhaltsstoff durfte mit dem Containerschiff gekommen sein (etwa 20.000l Diesel pro Tag), nur Rohstoffe vom europäischen Festland, das weitest entfernte war Olivenöl aus Spanien, alle Öle mindestens aus biologischem Anbau, eher Demeter Qualität, Etiketten aus Graspapier mit Sojatinte gedruckt. Keine Verpackung, keine Rückstände. Leider vertragen nicht viele Haare ein Stück Seife. Das Projekt war somit auf 1000 Stück beschränkt. Wer jetzt trotzdem Lust auf gute Seifen bekommen hat, schaut euch mal die „Terrorists of Beauty“ an. Die machen das richtig toll.



barbershop (2017)

Du erinnerst dich vielleicht, das war auch mal kurz angesagt.

Etwa 2017 gab es in der Branche ein letztes Aufbäumen der Herrenfront. Ein Mann sollte wieder besonders männlich aussehen (was auch immer damit gemeint sein sollte) und einen Ort vorfinden, der nach Mann aussieht. Am liebsten mit Playboy und Whisky. Naja.

Ein paar Jahre später ist diese Idee schon fast albern und wirkt völlig aus der Zeit gefallen. Jedenfalls kam auch bei Aveda Salons die Idee auf, separate Barbershops in große Friseursalons zu integrieren.

Als Teil des new business development Teams bei Aveda bin ich mit gutem Beispiel vorangegangen und habe diesen Herrenbereich gestaltet. Und ich fand ihn auch ganz hübsch, damals. Parallel habe ich in London bei Aveda das Zertifikat als offizieller Trainer erhalten um dann das Thema „Barbering“ in Deutschland zu schulen. Der Trend hat nicht lange gehalten, obgleich die Handwerkskammer die Idee zum Anlass genommen hat, die Meisterpflicht für das Herrenfach fallenzulassen.

Anderes Thema.

Der Umbau hat trotzdem Spaß gemacht. Die Arbeit mit Aveda sowieso.



salon (2016)

Entwurf „Holfeld Friseure“ am Humannplatz/ Berlin - Prenzlauer Berg.

Ein ehemaliger Schlecker Markt. Eine 200qm Halle mit grauen, rutschfesten Fliesen und Sauerkrautplatten an der Decke. Grobes Neonlicht. Keine Liebe.

Die abgehangene Decke wurde entfernt, die Geschichte des Objektes wurde dadurch freigelegt und bewahrt.

Die Raumaufteilung wurde neu gestaltet, es sollte offen wirken und doch Intimität gewährleisten. Die Eingangstür wurde verlegt. Empfangsbereich und Shop sollten separiert werden und doch Blicke in die Arbeit erlauben. Fußböden, echtes Linoleum, ein robustes Naturmaterial. Die Lichtfarbe der LED Rören wurde extra für den Salon hergestellt um eine möglichst realistische Farbwiedergabe zu gewährleisten. Anfertigungen aus Stahl und Holz habe ich Entworfen und in Auftrag gegeben. Hinzu kamen tagelange Recherche und weite Wege für passende Objekte im Industriedesign. Ein Team von 15 Friseur:innen und mehreren Rezeptionist:innen sollte hier bequem arbeiten und pausieren. Übrigens, der Teppich ist von meiner Oma und liegt nun in meinem Wohnzimmer.



Flat berlin (2010)

In der Wohnung wurde vierzig Jahre geraucht. Es waren sicher zehn Schichten Tapete an den Wänden. Kein Wasser, kein Strom, alle Böden zerstört. Die Küche zu klein. Das Bad ein Schlauch. Ein echter Traum für Menschen mit Phantasie. Dann, neuer Dielenboden weiß gebeizt. Auf meine Idee hin wurde die Küche von der dunklen Hofseite zur hellen Straßenseite verlegt. Im Altbau eine Herausforderung denn Deckenbalken bestimmen die Möglichkeiten für Abflussrohre. Die Küche habe ich entworfen und auf Maß anfertigen lassen. Die Decken knapp abgehangen und gedämmt für mehr Ruhe. Es entstand eine große Wohnküche, ein Schlafzimmer als Einbau, ein Kinderzimmer, ein Arbeitszimmer und ein begehbarer Kleiderschrank. 

100qm Bötzowkiez/Berlin - Prenzlauer Berg.



art project (2007)

Zeit für den Wahnsinn zwischendurch. Aus Freude an der Kunst sammelte ich ein Jahr lang abgeschnittenes Haar vom Boden. Anschließend baute ich Konstruktionen aus Holz, Fußbällen und Bettdecken. Viele Dosen Sprühkleber, Schnitthaar und goldene Spraydosen halfen, um diese Türme zu bauen. Natürlich kann keines der Models das Haar halten. Alle Konstruktionen haben Stahlketten und schweben an der Decke. Die Models darunterzustellen und ruhig zu halten war wohl die größte Herausforderung. Ein kleines, großes Spaßprojekt zusammen mit dem Fotografen Andreas Fux.



salon (2006)

Der erste Salon „Holfeld Friseure“ in 2006. Ohne Plan und ohne Geschäftsidee. Einfach schön einrichten und Haare schneiden. Das war schon alles.

Doch eines war schon zu diesem Zeitpunkt klar.  Es wird ökologisch gearbeitet. Richtig hochwertig, ohne Gästen aus dem Nerzmantel zu helfen. Echt und auf Augenhöhe. Für echte Menschen, von echten Menschen. Nicht aussehen wie „Friseure“ ; ).

Ehrlich, handwerklich weit oben und nicht unter Wert.

Das Konzept ging auf. Die Mission ist gewachsen. Nach 10 Jahren platzt der Salon aus allen nähten und ein Umzug wird unvermeidlich.